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Corallus Caninus

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"Grüne Hundskopfboa"

Bei den Hundskopfboas handelt es sich um schwierig zu haltende Artgenossen. Dies gilt vor allem bei Wildfängen. Sehr oft kommen die Tiere total ausgetrocknet beim Importeur an und überleben meist nur kurze Zeit. Wenn man Wildfänge erwirbt, ist nur zu raten Tiere zu kaufen, die schon an Nager gewöhnt sind und schon mehrmals gefressen und verdaut haben. Hat man die Möglichkeit an Nachzuchten zu kommen, ist dies sicherlich die erste Wahl bevor man zu Wildfängen greift. Wie auch bei den Bodenbewohnenden Arten, gibt es auch bei den Corallus Caninus Tiere aus Verschiedenen Verbreitungsgebieten. Die Tiere kommen in Surinam , Guyana , Brasilien und Peru vor. Brasilianer werden nicht ganz so lang, aber dafür wesentlich Massiger. Ich selber besitze ein Pärchen Guyana Tiere (WF), die schon seit Anfang 2000 in Deutschland sind und bestens eingewöhnt waren. Die fressen Problemlos Mäuse und kleine Ratten.

Hier mein Corallus Männchen

Bei der Wahl des Terrariums ist ebenfalls Erfahrung und Handwerkliches Geschick gefragt. Wie auch die anderen Terrarien, habe ich auch das Terrarium für die Corallus selber gebaut. Das Material ist wie bei den anderen Terrarien auch Kunststoff - Beschichtete Spanplatte 19mm dick. Auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit, die die Tiere benötigen, ist besonders wichtig alle Fugen gut mit Silikon auszufugen. Sonst besteht die Gefahr das das Holz aufquillt und sich Keime und Bakterien darin festsetzen. Es ist darauf zu achten, dass keine Zugluft aber auch keine Stauluft entsteht. Fassungen für Neon Röhren müssen unbedingt mit Dichtungen versehen sein (Feuchtraumfassungen). Bei der Größe des Terrariums, gilt das gleiche  wie bei Boa c.c. Babys fühlen sich in großen Terrarien unwohl. Das gilt leider auch für Adulte Tiere. Es kann auch vorkommen, das sich diese in zu großen Terrarien unwohl fühlen. Es kommt auch auf die richtige Standortwahl an. Es sollte ein Platz sein, wo die Tiere Ihre Ruhe haben, ohne das alle Nase lang jemand am Terrarium vorbeiläuft. Auch laute Musik ist der absolute Horror und Stress für diese Tiere. Vergessen Sie nie das gerade Corallus besonders viel Ruhe benötigen. Stellen Sie das Terrarium so hoch wie eben möglich. Es sind Baumbewohner die es gewöhnt sind auf alles andere herab zu sehen. Auch Liegeplätze knapp unter der Decke des Terrariums sollten unbedingt angebracht werden. Dies werden Erfahrungsgemäß gerade auch in der Nacht angenommen.

Das Zuhause meiner Corallus Caninus

Zur Technik noch ein Paar Worte : Es ist dringend davon abzuraten, die benötigte Luftfeuchtigkeit mit einem Ultraschall Luftbefeuchter zu erreichen. Die Tier trinken Tropfen die sich beim Regen auf den Tieren oder in der Körperschlaufe bilden. Dies werden Sie mit einem Luftbefeuchter jedoch nicht erreichen. Abhilfe währe hier zusätzlich 2 bis 3 mal am Tag zu sprühen. Ich rate zum Einsatz einer Beregnungsanlage mit einer in der Größe des Terrariums entsprechender Anzahl von Düsen. Dies Sprühen feine Wassertropfen, die die Tiere dann auch aufnehmen können. Dies Anlage lässt sich gut über eine Zeitschaltuhr steuern. Bieten Sie den Tieren trotz alle dem auch noch ein Schale mit Wasser an so das sie die Möglichkeit haben daraus zu trinken. Ich habe jedoch noch nie beobachten können, dass eines meiner Tiere dies in Anspruch genommen hat. Kann aber auch einfach daran liegen, dass ich mit der Beregnungsanlage die optimale Möglichkeit gefunden habe. Temperatur regle ich über einen Thermotimer, der einen 250 Watt Elsteinstrahler ansteuert. Als Lichtquelle dienen Leuchtstoffröhren und 5 Halogenstahler mit je 20 Watt.

mein Weibchen auf der Lauer

Bei der Innendekoration ist darauf zu achten, dass man den Tieren auf jeden Fall mehrere wagerechten Aufenthaltsmöglichkeiten bietet. Diese sollen sich im ganzen Terrarium verteilen. Pflanzen kann man hier ganz gut einsetzen, wie man auf dem Bild des Terrariums gut erkennen kann.

Wichtiges zur Fütterung dieser Boas :

Füttern Sie zurückhaltend und nie zu groß. Meine Tiere sind mittlerweile Adult und bekommen höchstens alle 14 Tage oder noch länger eine Maus oder entsprechend große Ratte. Ob die Tiere hungrig sind kann man an der für Corallus typischen Lauerstellung erkennen. Nach der Fütterung sind die Tiere besonders Ruhebedürftig. Werden sie zu sehr gestört, reagieren sie mit auswürgen der Nahrung. Dies soll unbedingt vermieden werden, da die Tiere dadurch sehr viel Flüssigkeit verlieren und das Immunsystem geschwächt wird. Vorsicht ist auch beim Umgang mit den Tieren geboten. Sie besitzen lange Fangzähne, die bei einem Biss tief ins Fleisch eindringen und üble Wunden erzeugen können.

Haben Sie weitere Fragen zu Corallus Caninus so stehe ich Ihnen gerne per Mail zur Verfügung.

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